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SO STARK WIE FRÜHER
Drei befreundete alte Männer saßen zusammen und sprachen von den
Freuden der Jugend und der Last des Alters. "Ach", stöhnte der eine: Meine
Glieder wollen nicht mehr, wie ich will. Was bin ich doch früher gelaufen, wie
ein Windhund, und jetzt lassen mich meine Beine so im Stich, dass ich kaum mehr
einen Fuß vor den anderen setzen kann." "Du hast recht", pflichtete ihm der
zweite bei. "Ich habe das Gefühl, meine jugendlichen Kräfte sind versickert wie
das Wasser in der Wüste. Die Zeiten haben sich geändert, und zwischen den
Mühlsteinen der Zeit haben wir uns geändert." Der dritte, ein Mullah, ein
Laienprediger, kaum weniger klapprig als seine Gefährten, schüttelte den Kopf:
"Ich verstehe euch nicht, liebe Freunde. Ich kenne das alles von mir nicht,
worüber ihr klagt. Ich bin genauso kräftig, wie vor vierzig Jahren."
Das wollten ihm die anderen nicht glauben. "Doch, doch", ereiferte sich der
Mullah. "Den Beweis dafür habe ich erst gestern erbracht. Bei mir im
Schlafgemach steht schon seit Menschengedenken ein schwerer eichener Schrank.
Vor vierzig Jahren hatte ich versucht, diesen Schrank zu heben, aber was glaubt
ihr, Freunde, was geschah?
Ich konnte den Schrank nicht heben. Gestern kam mir die Idee, ich solle einmal
den Schrank anheben. Ich versuchte es mit allen Kräften, aber wieder schaffte
ich es nicht. Damit ist doch eines klar bewiesen: Ich bin genauso kräftig wie
vor vierzig Jahren." |